2.2 Aufgaben Ihres Netzwerkservers
 
Sie wissen besser als ich, welche Aufgaben ein Netzwerkserver in Ihrem LAN erfüllen muss. Ich könnte mir zum Beispiel folgende nutzbringenden Anwendungen vorstellen:
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DHCP-Server: Der DHCP-Server (ISC) verteilt dynamische und möglicherweise auch statische IP-Adressen. |
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Fileserver: Stellt Netzlaufwerke bereit, auf denen Daten abgelegt und dann zentral gesichert werden. |
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Druckspooler: Jeder Benutzer im LAN sollte auf jedem Drucker drucken können. Möglicherweise gibt es auch zentrale Drucker, z. B. Etagendrucker. Das schließt auch das Erzeugen von PDF-Dokumenten ein. |
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Mailserver: Die E-Mail-Konten der Mitarbeiter im LAN liegen auf dem Netzwerkserver. Bei Bedarf holt dieser Mails ab und verschickt sie in das Internet. Der Zugriff auf die Konten erfolgt mittels IMAP. |
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Anrufbeantworter: Ihr PC ersetzt den herkömmlichen Anrufbeantworter und nimmt Nachrichten entgegen. Darüber hinaus kann er die Nachrichten noch vielseitig weiterverarbeiten, z. B. als Mail verschicken. |
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Groupwareserver: Termine und Besprechungen planen und verwalten Sie mit EDV-Unterstützung. |
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Downloadserver: Mit einem Dienst auf dem Netzwerkserver verwenden Sie ihn als Downloadmanager im Internet. |
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Timeservice: Ihr Server synchronisiert die Zeit im LAN. Sie brauchen sich nicht mehr um die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt zu kümmern, und alle PC-Uhren laufen synchron. |
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Netzwerkmanagement: Applikationen wie Ntop vermitteln Ihnen einen Überblick über die Lage im LAN. |
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Intranetserver: Bieten Sie Ihren Kollegen mittels HTTP-Server ein Intranetangebot (z. B. Firmen-News, Infos über neue Vorschriften, Fotos von der Weihnachtsfeier). |
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DNS: Die Namensauflösung im LAN geschieht nicht mehr nur über eine lokale HOSTS-Datei, sondern wird von einem Dynamic Name Service (DNS) übernommen. |
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Domänencontroller: Benutzer- und Computerkonten werden nicht auf jedem PC einzeln angelegt, sondern zentral auf dem Netzwerkserver. |
Das ist sicherlich keine abgeschlossene Liste, sie könnte beliebig verlängert werden. Meiner Meinung nach lohnt ein zentraler Netzwerkserver erst richtig, wenn Sie mit ihm mehr als sieben PCs versorgen können, weil erst dann durch die Zentralisierung von Aufgaben Zeit und Sicherheit (Backup) gewonnen werden können.
Ausdrücklich nicht auf diesen Server gehört eine Routingfunktion. Dieser Server sollte weder Webserver, Proxy, Router noch Firewall sein. Auf ihm liegen viele wichtige Daten, daher sollte er nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein; das müsste er aber sein, wenn er Proxy, Router, Firewall oder Internet1
-Webserver wäre. Ein solcher Server ist angreifbar. Ausgerechnet auf diesen Server auch Ihre Daten zu legen, wäre aus diesem Grund äußerst mutig.
nicht Inhalt
des Buches
Ich werde Ihnen in diesem Abschnitt vorstellen, wie Sie die ersten sechs Punkte der obigen Aufzählung realisieren können. Auf Netzwerkmanagement, Webserver, DNS und Domänencontroller gehe ich nicht ein. Das Thema Netzwerkmanagement habe ich an geeigneter Stelle (vgl. Kapitel 10, Netzwerkadministration) ausreichend behandelt, und das Thema Intranetserver ist nicht Bestandteil dieses Buches.
Ein DNS-Server ist technisch sehr interessant, allerdings lohnt sich sein Einsatz erst ab einer Anzahl von 20 Clients. Seine Administration ist aufwändig, und bei einem ersatzlosen Ausfall kann kein Rechner im LAN mehr vernünftig arbeiten. In kleineren Netzwerken hat sich die regelmäßige Verteilung und Pflege einer aktuellen HOSTS-Datei (vgl. Kapitel 5.6, Namensauflösung) für die Namensauflösung in IP-Adressen daher als praktischer erwiesen.
Ähnliches gilt auch für den Domänencontroller. Mit Samba kann man die Funktionalität eines Domänencontrollers abbilden. Benutzer und Computer können zentral verwaltet werden. Das macht bei größeren Installationen durchaus Sinn - allerdings ebenfalls erst in Dimensionen, in denen auch der Einsatz eines DNS-Servers wirklich sinnvoll ist.
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